Integration als Querschnittsaufgabe

Die Integration der dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Anstrengungen nicht nur auf staatlicher Seite, sondern auf sämtlichen gesellschaftlichen Ebenen erfordert. Jeder Bürger steht mit in der Verantwortung dafür, wie wir in Völklingen miteinander leben.

Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Zuwanderinnen und Zuwanderer sowie Akzeptanz, Toleranz und zivilgesellschaftliches Engagement der Einheimischen sind Voraussetzungen für gelingende Integration. Es ist das Ziel der Stadt Völklingen, allen Neubürgern eine gleichberechtigte Teilhabe am beruflichen, kulturellen, gesellschaftlichen und sozialen Leben zu garantieren und das friedliche Miteinander zu sichern. Den Bürgern mit Migrationshintergrund stehen hierfür in Völklingen zahlreiche Angebote der Hilfestellung und der Beratung sowie integrationsfördernde Maßnahmen zur Verfügung.

Um diese unbürokratische und bürgernahe Beratung zu ermöglichen, hat die Stadt Völklingen bereits im Jahre 2004 die Stelle der Integrationsbeauftragten innerhalb der Verwaltung geschaffen. Im September 2020 wurde ein neues Integrationskonzept auf Grundlage des ersten Integrationskonzeptes aus dem Jahre 2009 vom Stadtrat verabschiedet. Es stellt eine Arbeitsgrundlage zur Verbesserung der Integration der Zuwanderer dar.

Zum neuen Integrationskonzept


Integrationsangebote

Die Stadt Völklingen nimmt aufgrund ihrer kulturellen Vielfalt regelmäßig an der bundesweiten "Interkulturellen Woche" teil. In diesem Jahr steht die Woche unter dem Motto "Zusammen leben, zusammen wachsen". Unter Federführung der Stadt Völklingen wurde gemeinsam mit den teilnehmenden Initiativen und Institutionen wieder ein umfangreiches Programm erarbeitet, welches gute Unterhaltung bietet und interessante Begegnungen ermöglicht.

Zum Download des Völklinger Programms

Die Umwandlung der Ausländerbeiräte in Integrationsbeiräte wurde mit dem Inkrafttreten der Änderung des § 50 des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes (KSVG) vom 22.08.2008 vollzogen. Die Amtszeit des früheren Ausländerbeirates endete am 28.10.2010. Ab diesem Zeitpunkt hat sich der Integrationsbeirat gebildet. 

Der Integrationsbeirat besteht zu zwei Dritteln aus Einwohnerinnen und Einwohnern, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes sind und zu einem Drittel aus Mitgliedern des Stadtrates der Stadt Völklingen.

Büro des Integrationsbeirates
Tel: +49 6898 13-2484

Aufgabe der Integrationsbeauftragten der Stadt Völklingen ist es, sich für ein gleichberechtigtes und auf gegenseitigem Respekt beruhendes Zusammenleben von in Völklingen lebenden und neu eingereisten Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und Religion einzusetzen. 

Sie organisiert und führt Integration förderliche Maßnahmen und Veranstaltungen durch, pflegt Kontakte zu Migrantenorganisationen, arbeitet mit dem Integrationsbeirat eng zusammen, um bei verschiedenen Problemen von MigrantInnen Lösungen zu finden.

Die Integrationsbeauftragte:
Rachida Mathieu
Telefon: 06898 / 13-2442
Mail: rachida.mathieu(at)voelklingen.de

Viele Menschen, die in Völklingen leben, haben einen Migrationshintergrund. Entsprechend vielfältig sind auch die im Bereich der Stadt vertretenen Glaubensrichtungen. Mehrmals im Jahr treffen sich Vertreter und Vertreterinnen fast aller Kirchen-, Moscheegemeinden und anderer religiösen Gemeinschaften, sowie religiös motivierter Organisationen und Einrichtungen zum Interreligiösen Dialog Völklingen.

Der regelmäßige Austausch über die jeweilige Glaubenspraxis und die Planung von Begegnungen fördern das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen auf der Ebene des Glaubens.

Erklärtes „Ziel des Interreligiösen Dialogkreises ist es,

  • sich mit Respekt vor einander auf gleicher Ebene kennenzulernen
  • Verständnis für die unterschiedlichen religiösen Anschauungen - auch im gesellschaftlichen Kontext - zu entwickeln
  • anzuerkennen, dass es Unterschiede gibt
  • die Achtung der anderen religiösen Bekenntnisse im jeweiligen eigenen Umfeld zu fördern
  • Gemeinsamkeiten zu entdecken und zu fördern

vom Nebeneinander zum Miteinander und zum Füreinander zu finden.“
 

Vertretene Organisationen, Gemeinden und Einrichtungen:

  • Alevitische Gemeinde Saarland und Umgebung (AABF)
  • Kocatepe Moschee, Ludweiler (DiTiB)
  • Merkez Efendi Moschee, Moltkestraße (VIKZ)
  • Selimiye Moschee, Wehrden (DiTiB)
  • Ulu Moschee, Luisenthal (IGMG)
  • Apostolische Gemeinde Völklingen (Apstolisch.de)
  • Baha‘i-Gemeinde Saarland
  • Evangelische Kirchengemeinde Völklingen-Warndt (EKIR)
  • Evangelische Versöhnungskirchengemeinde Völklingen (EKiR)
  • Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius (Bistum-Trier)
  • Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt (Bistum-Trier)
  • Katholische Kindertagesstätte St. Eligius
  • Förderverein Flüchtlingshilfe „Miteinander in Völklingen“ e.V.
  • Violen e.V. – Frauen- und Kulturverein
  • Integrationsbeauftragte/r der Stadt Völklingen
  • Integrationsbeirat der Stadt Völklingen
  • Einzelpersonen: Erika Hügel, Mitglied der Synagogengemeinde Saarbrücken (SGSAAR), Fadime Sahin-Aycin, Islamunterricht Grundschule und Halil Urhan, Vorsitzender des Landesverbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)
     

Kontakt:
Interreligiöser Dialogkreis
Pfarrerin Inge Wiehle
Telefon: +49 157 38 333 740

Die "Sprachoffensive Deutsch" ist ein Angebot an Integrationskursen der Volkshochschule Völklingen für in Völklingen lebende Migrantinnen und Migranten. Hier können die Menschen je nach individueller Voraussetzung die deutsche Sprache erlernen. Das Modellprojekt wurde im Jahr 2005 von der VHS Völklingen in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Völklingen und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ins Leben gerufen. Ein aufeinander abgestimmter, modularer Aufbau von Sprachkursen gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen. Die Einstufung und Betreuung während der Kurse wird von einem Sprachwissenschaftler wahrgenommen. Die Sprachoffensive Deutsch unserer Volkshochschule fand bundesweit Beachtung und hat Vorbildcharakter für andere Einrichtungen in der Bundesrepublik. Bisher wurden 2000 Migrantinnen und Migranten in der deutschen Sprache unterrichtet. Ein Abschluss der Sprachoffensive Deutsch ermöglicht den Einstieg in eine berufliche Ausbildung oder in einen Beruf.